Altenpflegehelfer.de

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Wieso Altenpflegehelfer/in werden?

Altenpflegehelfer/in ist nicht nur ein Beruf, der in Zukunft europaweit einen großen Bedarf zu decken hat, sondern der sich auch intensiv weiterentwickeln wird. Die Wohn- und Betreuungsangebote für alternde Menschen werden immer vielfältiger und differenzierter. Als Altenpflegehelfer/in hat man aus diesem Grund sehr gute Zukunfts- und auch Weiterbildungsaussichten. Außerdem ist Altenpflegehelfer/in zwar mit Sicherheit kein einfacher, aber dafür ein dankbarer Beruf: Jeden Tag sieht man mit eigenen Augen, welchen Unterschied die eigene Arbeit für die Lebensqualität der alternden Menschen macht, mit denen man betraut ist.

Was ist ein/e Altenpflegerhelfer/in?

Der Begriff „Altenpflegehelfer/in“ drückt aus, dass man in diesem Beruf gewissermaßen als Assistent/in des/r Altenpfleger/in fungiert. Das stimmt insofern, als dass man häufig mit Altenfpleger/innen zusammenarbeitet, die eine längere und medizinisch fundiertere Ausbildung genossen haben. Allerdings muss ein/e Altenpflegehelfer/in im Berufsalltag stets selbstständig arbeiten und trägt eine ganze Menge Verantwortung für seine/ihre Klient/innen. Man ist also deutlich mehr als eine Hilfskraft, sondern für die zu betreuenden alten Menschen oft die erste Ansprech- und wichtigsten Vertrauensperson. Insofern ist der Beruf des/der Altenpflegerhelfer/in ein zutiefst sozialer, der mit guter Kommunikation und einfühlsamem Verhalten steht und fällt.

Was macht ein/e Altenpflegehelfer/in?

Der Beruf des/r Altenpflegehelfer/in ist ausgesprochen vielseitig, da man jeweils den ganzen Alltag der zu betreuenden Personen begleitet, mit all seinen Facetten. So individuell jeder Mensch, unabhängig von seinem Alter, ist, so individuell ist auch die Betreuung, die eine Person im Alter braucht. Besonders zentral ist die Unterstützung bei alltäglichen Verrichtungen wie beim Essen, in der Mobilität, bei der Körperpflege und beim Anziehen. Aber auch die Gestaltung der Freizeit, die von Spaziergängen über kreative Arbeiten wie Malen oder Töpfern bis zum Vorlesen reichen kann, obliegt sehr oft dem/r Altenpflegehelfer/in. Je origineller die Ideen, desto besser! Im Alltag wird man natürlich auch viele Gespräche mit den Klient/innen führen und ihr ganzheitliches Wohlbefinden im Blick haben. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass man als Altenpflegehelfer/in über ein gewisses psychologisches Gespür verfügt, gut zuhören kann und im Zweifelsfall weiß, wann man andere Berufsgruppen wie etwa Psycholog/innen zur Betreuung hinzuziehen sollte. Überhaupt ist medizinisches Fachwissen für die Arbeit unerlässlich und wird deshalb auch in der Ausbildung ausführlich vermittelt. Einfachere pflegerische Tätigkeiten wie Blutdruck und Temperatur messen und Verbände anlegen verrichtet ein/e Altenpflegehelfer/in selbstständig. Zu guter letzt sollte man in diesem Beruf auch ein echter Teamplayer sein, denn der fachliche Austausch mit den Kolleg/innen ist ganz essenziell.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines/r Altenpflegehelfer/in aus?

Als Altenpflegehelfer/in arbeitet man grundsätzlich im Schichtdienst, denn die Klient/innen brauchen zumeist den ganzen Tag über Betreuung und nachts zumindest jemanden, der auf Bereitschaft verfügbar ist. Allerdings variiert das Arbeitsumfeld stark: Manche Altenpflegehelfer/innen arbeiten in großen Pflegeheimen, in denen sie Tag für Tag dutzende verschiedene Menschen betreuen. Andere sind in kleineren Institutionen tätig oder betreuen alte Menschen im Rahmen der Hauskrankenpflege. Unabhängig vom Rahmen hat ein/e Altenpflegehelfer/in aber die Aufgabe, den Alltag ihrer Klient/innen zu strukturieren und zu begleiten, und das kann je nach Bedarf völlig unterschiedliche Formen annehmen.

Die Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in

Voraussetzungen

Rechtlich gesehen regelt die Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in jedes Bundesland für sich. Es gibt deshalb kleinere Unterschiede in der Dauer und Gestaltung der Ausbildung und eben auch bei den Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Formell gesehen ist ein Mittelschulabschluss für die Ausbildung zumeist ausreichend – und manchmal wird auch dieser nicht verlangt. Von Ihrer Persönlichkeit her sollten Sie als Voraussetzungen Freude an der Arbeit mit Menschen, körperliche und auch seelische Belastbarkeit, Geduld und ausgeprägte Fähigkeiten in der Kommunikation mitbringen.

Theorie und Praxis

In der Fachschule werden die theoretischen Grundlagen des Berufs erlernt – allerdings immer mit klarem Blick auf die Praxis. Daneben werden die Auszubildenden in einer Praktikumsstätte, die entweder von der Schule vermittelt oder selbst gewählt wird, den Beruf von der Pike auf erlernen, mit allen praktischen Handgriffen und nötigen Kenntnissen. Diese Praktikums- oder Ausbildungsstätte ist institutionell oft mit der Schule verbunden. In dem Fall ist klar, dass die Auszubildenden ihre Praxisstunden am zugehörigen Pflegeheim absolvieren.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in ist fast ebenso vielfältig wie die spätere Arbeit. Zum Unterrichtsstoff gehören neben den Grundlagen der Pflege meistens auch Fächer wie berufsspezifisches Recht, Sozialkunde, Hygiene, Anatomie und Pathologie. Auch das Schreiben einschlägiger Texte – Stichwort Dokumentation – will geübt sein. Insgesamt bereitet die Ausbildung auf möglichst alle Bereiche des späteren Berufslebens vor und die insgesamt rund 900 Stunden Praxisausbildung schafft Sicherheit und Souveränität im Umgang mit den künftigen Klient/innen.

Berufsbegleitend oder Vollzeit

An vielen Ausbildungsstätten kann die Ausbildung zum/r Altenpflegehelfer/in auch berufsbegleitend absolviert werden. Sie dauert statt denn für die Vollzeitausbildung vorgesehenen ein bis zwei Jahren eben zwei bis drei Jahre. Der Beruf ist deshalb auch attraktiv für alle, die in ihrem aktuellen Job nicht ganz glücklich sind und gerne intensiver mit Menschen arbeiten und ihnen helfen möchten. Die Ausbildungsjahre sind zwar häufig recht anstrengend, da man neben dem eigenen Beruf eben noch einen zweiten dazulernt, dafür sind sie aber sehr lohnend.